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St. Josefspflege Mulfingen gGmbH
Unterer Bach 2
74673 Mulfingen

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Fax 07938/9031-50
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Die St. Josefspflege Mulfingen gGmbH ist Mitglied in der Arbeits- Gemeinschaft der Dienste und Einrichtungen für Erziehungshilfen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart


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Fachliche Grundlagen und Qualität

 

  • Systemtheorie
  • Eltern- und Familienarbeit
  • Soziales Lernen/Soziale Kompetenzen/Soziale Gruppenarbeit
  • Geschlechtsspezifische Erziehung
  • Partizipation
  • Sozialraumorientierung
  • Schutzauftrag
  • Qualitätsmanagement (QMF) und andere Verfahren

 

 

Systemtheorie

 

Auf der Grundlage der systemischen Sichtweise werden Lebenssituationen und Zusammenhänge besprochen und reflektiert, neue Möglichkeiten und Lösungsstrategien formuliert und ausprobiert.

 

Eltern- und Familienarbeit

 

Die St. Josefspflege Mulfingen gGmbH orientiert sich mit ihren Jugendhilfeleistungen im Sinne eines ganzheitlichen, systemischen Ansatzes nicht ausschließlich am Kind/Jugendlichen, sondern bezieht die Eltern/Familie mit ein. Ziel ist die Unterstützung der Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung, die Aktivierung der Ressourcen der Familie und die Nutzung für mögliche Lösungen.

 

Soziales Lernen/Soziale Kompetenzen/Soziale Gruppenarbeit

 

Soziale Kompetenz ist die zentrale Fähigkeit des Menschen für ein gelingendes Zusammenleben in der Gemeinschaft. Die Stärkung dieser Kompetenzen ist ein wichtiger Auftrag und beinhaltet sowohl die Selbstwahrnehmung als Person mit allen Ausdrucksformen, wie die Beziehungen in sozialen Systemen, z.B. in Familie, Gruppen, Schule …

Lern- und Übungsfeld für Soziale Kompetenzen ist die Gruppe. Soziales Lernen geschieht sowohl in Alltagssituationen, wie auch in speziellen Trainingssequenzen.

„Leben lernen in Gruppen“ ist Schwerpunktaufgabe der vollstationären und teilstationären Hilfen zur Erziehung.

Basis für eine Weiterentwicklung der sozialen Kompetenzen ist die Beziehungsebene MitarbeiterInnen – Kinder/Jugendliche und das Angebot an Orientierung, Verlässlichkeit und Sicherheit.

Die MitarbeiterInnen achten und beachten die Beziehungsebene unter den Kindern/Jugendlichen (peer culture).

 

Geschlechtsspezifische Erziehung

 

Geschlechtsspezifische Erziehung ist in erster Linie eine Haltung und keine Methode.

Haltung heißt, dass die Geschlechterfrage integraler Bestandteil des Denkens, Entscheidens und Handelns der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist.

Wie Mädchen und Jungen im Laufe ihrer Entwicklung sich selbst, ihren eigenen Körper erleben und bewerten, hat großen Einfluss auf ihr Selbstbild und ihr Selbstwertgefühl.

Die Gestaltung von Beziehungen und Freundschaften ist wesentlich in der Entwicklung der Geschlechterrolle und des Selbstbildes.

Mit dem MFM-Projekt (Männer für Männer; Mädchen Frauen Meine Tage) bringen Jungen und Mädchen in der Pubertät in besonderer Weise Achtung und Wertschätzung ihrem Körper, sowie auch dem anderen Geschlecht entgegen.

 

Partizipation

 

Im Alltag sollen die Kinder/Jugendlichen erleben, dass sie als eigene Personen mit ihren Gefühlen, Bedürfnissen, Rechten und Pflichten geachtet werden.

In vielfältigen Beteiligungselementen, wie z.B. Gruppenbesprechung, Heimversammlung, Schülerparlament, … gestalten die Kinder/Jugendlichen ihren Alltag mit.

 

Sozialraumorientierung

 

„Jugendhilfe soll dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen“ (§1 Abs. 4 SGB VIII). Um wirksame und optimierte Angebote umsetzen zu können, ist die Einbindung im Sozialraum und die Einbeziehung weiterer Institutionen erforderlich. Durch die Orientierung der Arbeit am Lebensfeld der jungen Menschen und ihrer Familien, die Schaffung und Nutzung stabilisierender Kontakte und den Aufbau eines unterstützenden Netzwerkes werden individuelle Entwicklungen unterstützt und gefördert.

Eine über den Einzelfall hinausreichende Mitwirkung in Gremien und Arbeitskreisen gibt Impulse für gesellschaftliche Entwicklungen und unterstützt die bedarfsgerechte Weiter-entwicklung von Leistungen der Jugendhilfe.

 

 

Schutzauftrag

 

Kinder und Jugendliche bedürfen der positiven Förderung, um sich zu eigenverant-wortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entwickeln zu können und müssen vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden. Dies ist Aufgabe und Ziel der St. Josefspflege Mulfingen gGmbH als Einrichtung der Jugendhilfe.

In der Vereinbarung mit dem Landratsamt Hohenlohekreis vom Februar 2008 hat sich die

St. Josefspflege Mulfingen gGmbH verpflichtet, den Schutzauftrag nach § 8a SGB VIII wahr zu nehmen und die vereinbarten Zielsetzungen, Verfahrensabläufe und Kooperationskriterien zu beachten.

 

Qualitätsmanagement (QMF) und andere Verfahren

 

Die Aufrechterhaltung und Entwicklung von Qualität ist ein ständiger Prozess der Leistungs-, Personal- und Organisationsentwicklung.

Qualität in der Jugendhilfe umfasst die Gesamtheit der Eigenschaften und Merkmale einer Einrichtung, die geeignet sind, die in Leistungsvereinbarungen, Betriebserlaubnissen, Konzeptionen, Leitbildern, … festgelegten und in Gesellschaft, Gesetzgebung und anderen Bereichen vorausgesetzten Erfordernisse der Jugendhilfe zu erfüllen.

Die St. Josefspflege Mulfingen gGmbH arbeitet nach den Prinzipien des Kooperativen Qualitätsmanagements der Jugendhilfe in der Region Heilbronn-Franken.

In der Zusammenarbeit mit Jugendämtern außerhalb der Region Heilbronn/Franken orientieren wir uns an den Regelungen des QMF, soweit von dort keine anderen Erwartungen formuliert werden.

Dies bezieht sich auf Regelleistungen, Individuelle Zusatzleistungen und Leistungsmodule.